Projekt: Internat "P. Berthier" in Madagaskar
Liebe Missionsfreunde,
Pater Ludwik in Madagaskar schreibt uns: Es ist wieder Zeit, um Wünsche zu äußern. In der ersten Jahreshälfte ist in Madagaskar Regenzeit und damit Anbauzeit. Da die Industrie in Madagaskar kaum entwickelt ist, bildet die Landwirtschaft die Lebensgrundlage für den Durchschnittsbürger. Die Landwirtschaft befindet sich auf dem Stand etwa in Deutschland im 18. oder 19. Jahrhundert. Die einzige Zugkraft wird von Ochsen bereitgestellt und das grundlegende Arbeitsgerät ist eine Schaufel. Wir wissen auch, dass das Wetter sehr wechselhaft ist und selten so, dass man zufrieden ist. Und genau das war dieses Jahr der Fall. Wie ich schon oft darübergeschrieben habe, kommen von Zeit zu Zeit die Ältesten einzelner Dörfer zu den Missionen und bitten um eine Schule. Und wir haben so einige Schulen mit Internat, entfernt von Städten, aufgebaut. Aber die Eltern schicken die Kinder meist nur, wenn es in der Schule Essen gibt. Der Aufenthalt in einem Internat ist nicht gerade einfach. Die Trennung von der Familie, dem Clan, dem Dorf, einem disziplinierteren Leben und das Problem mit der Ernährung bleiben bestehen. Auch wenn wir versuchen all diesen Problemen zu begegnen, ist es schwierig, für jedes Kind Schulutensilien zu beschaffen, aber vor allem die nötigen Lebensmittel.
Wir suchen immer nach einer Lösung und wenn die Eltern zur Mitarbeit bereit sind, besteht Hoffnung, dass eine Lösung gefunden wird. Aber wie überall brauchen wir dazu auch finanzielle Unterstützung. Denn der Transport von Fleisch und anderen Lebensmittel aus der Landesmitte ist teuer. Wir können hier Maniok anpflanzen, der im August geerntet wird. Maniok wird ähnlich wie Kartoffeln zubereitet. Er bringt ebenso wie Erdnüsse gute Erträge, je nachdem, wo er gepflanzt wird, auf einem Hügel oder in einem Tal. In Madagaskar haben wir kein festes Datum für den Beginn des Schuljahres, meistens Anfang September. Dieses Jahr kamen viele neue Kinder, ein paar alte Schüler sind nicht mehr erschienen. Sie werden oft von den Eltern für die Arbeit gebraucht. Dies kann auf verschiedene Arten erklärt werden, aber der wahrscheinlich einfachste Weg, diese Situation zu beschreiben, ist ein geringes Bildungsbewusstsein und der „leere Bauch“. Wenn wir die Möglichkeit hätten, jedem Schüler eine volle Mahlzeit pro Tag zu geben, kann ich davon ausgehen, dass die Bildung 100% der Kinder abdecken wird. „Vom Magen zum Herzen“.“ Dies gilt nicht nur für die Dörfer, wir haben die gleiche Situation mit der Hauptschule und dem Internat. So bitte ich Sie um Hilfe! Und möchte allen, die an uns denken, uns mit Gebeten oder auf andere Weise unterstützen, meine besten Wünsche übermitteln. Möge der Herr Sie segnen und beschützen. P. Ludwik MSF
Helfen wir gemeinsam den Kindern und Jugendlichen! Damit sie selbstbestimmt in ihrer Heimat leben und arbeiten können! DANKE
Pater Norbert Maier MSF
Missionsprokurator