Pfarrei in Camajuani -Kuba
Liebe Missionsfreunde.
In unserer Osteraktion 2025 nehmen wir Sie wieder mit nach Kuba. Laut vieler Ökono-men, und auch besonders unserer Mitbrüder vor Ort, steckt Kuba in der größten Wirt-schaftskrise des letzten Jahrhunderts. Die galoppierende Inflation führt dazu, dass die lokale Währung gegenüber dem US-Dollar an Wert verliert und die Preise für Grundnah-rungsmittel wie Reis, Bohnen und Öl dramatisch gestiegen, fast unbezahlbar sind. Dar-über hinaus sind diese Produkte oft einfach nicht verfügbar. Außerdem hat die überwie-gende Mehrheit der Leute keine Arbeit, somit kein Lohn und keine Ersparnisse, und die Möglichkeit Dinge zu kaufen. Das Problem des akuten Hungers betrifft immer mehr Ein-wohner von Camajuaní, in der Diözese Santa Clara. Dort arbeitet unser Pater Marek Gu-bernat MSF. Er hat uns einen Bittantrag gesendet mit dem Titel: die Hungrigen ernähren. Seine Bemühungen liegen bei der familiären Unterstützung, behinderten Menschen, al-leinerziehende Mütter, kinderreiche Familien. Eltern schicken ihre Kinder oft nur zur Schule, wenn sie dort Essen bekommen. Das geschieht nur noch durch christliche Statio-nen.
Die Menschen leiden unter einem chronischen Mangel an Lebensmittel und Medikamen-ten.
Pater Marek Gubernat MSF (links im Bild) in der Pfarrei St. Joseph in Camajuaní ist An-laufstelle für besonders Bedürftige. Er hat eine Gruppe von Menschen beauftragt, die Situ-ation der Bedürftigkeit, durch Besuche in den Häusern, zu analysieren. Diese Ehrenamts-gruppe trifft dann eine Auswahl. Sie teilen die Verantwortlichkeiten untereinander auf: Suche nach Spenden, Einkauf von Nahrungsmitteln, Medikamente, Lebensnotwendiges. Nach dem Sammeln der Produkte für einen bestimmten Monat werden am 20. Tag jedes Monats Pakete vorbereitet und ein Treffen für die Projektbegünstigten (diejenigen, deren Gesundheitszustand es ihnen ermöglicht, zu reisen) organisiert. Nach dem Treffen liefern die Mitglieder selbst weitere Hilfsgüter an die Häuser in Camajuaní und verteilen sie am nächsten Tag auch an die umliegenden Dörfer. Nach Abschluss der Verteilung werden eine zusammenfassende Besprechung, eine Lagerbesichtigung und eine Arbeitsplanung für den nächsten Monat organisiert. Die Verantwortung von Pater Marek für kleine Kinder, Ju-gendliche und deren Familien in Not, ist groß. Er und die Gruppe wollen klug helfen, spar-sam mit den rationierten Lebensmitteln sein, die Einkäufe gut planen. Die finanziellen Ressourcen müssen streng verwaltet und kontrolliert sein. Es gilt, das große Ausmaß der Armut zu verringern und das Zeugnis christlicher, selbstloser Caritas (Nächstenliebe) zu geben. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende – DANKE!
So segne Sie der dreifaltige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!
Ihr
Pater Norbert Maier MSF
Missionsprokurator